De drei Affen

De drei Affen

1.Strophe
Drei Kinda san ins Wassa g’foin und kämpfan um ihr Lem,
zum Glück san sie ned ganz alloa, mia stengan glei danem.
Da oane schaugt den andan o: oje, wos machma bloß?
Des Wassa is zwar goar ned tiaf, doch koid und ganz schee noß.

Refrain:
Do heama nix, do song ma nix, do schauma einfach weg,
mia kinan eh nix macha, des hod doch ois koan Zweck.
Wos geht des olles uns o, des is ned unsa Bier,
und überhaupt is eh kloar, mia kinan nix dafür.

2.Strophe:
Mir gengan grod vom Wirtshaus hoam, do liegt a Mo am Weg,
a Messa steckt im Buckel, mia kriagn an Riesenschreck.
Mia dadn eahm ja gern helfa, den guadn, armen Mo,
doch Zeid ham mia iatz koane, glei fangt da Derrick o.

Refrain:

3.Strophe:
Mia gehen auf Nacht im Park spaziern, auf oamoi schreit a Frau,
a fremder Mo geht auf sie los und haut sie grea und blau.
Dann schleiftas hintan Buschen und ziagt sie nakad aus…
Wos muaß a iatz no aussigeh, um de Zeit g’hörts ins Haus.

Refrain:

4.Strophe
Im Fernsehn sengmas jeden Dog wia’s steht um unser Welt,
oa Unglück jogt des andare, um uns is’s ned guad g’stellt.
Mir sitz’n auf an dünna Ast, es is scho hoibe drei,
und wann de Welt moi untergeht, dann samma live dabei.

Refrain:

Übersetzung:

1. Drei Kinder sind ins Wasser gefallen und kämpfen um ihr Leben,
zum Glück sind sie nicht ganz allein, wir stehen gleich daneben.
Der eine schaut den anderen an: „Oje, was machen wir bloß?
Das Wasser ist zwar nicht sehr tief, doch kalt und ganz schön nass!“

Refrain:
Wir hören nichts, wir sagen nichts, wir schauen einfach weg,
wir können eh nichts machen, das hat doch keinen Zweck.
Was geht das alles uns an, das ist nicht unser Bier,
und überhaupt ist eh klar: wir können nichts dafür!

2. Wir kommen nachts vom Wirtshaus heim, da liegt ein Mann am Weg.
Ein Messer steckt im Rücken, uns trifft ein Riesenschreck.
Wir würden ihm ja gern helfen, dem guten armen Mann,
doch haben wir gerade keine Zeit, gleich fängt der Derrick an.

3. Wir gehen nachts im Park spazieren, auf einmal schreit eine Frau.
Ein fremder Mann geht auf sie los und schlägt sie grün und blau.
Dann schleppt er sie ins Gebüsch und zieht sie ganz nackt aus…
Was muss sie jetzt auch rausgehen,um die Zeit gehört sie ins Haus!

4. Im Fernsehen sehen wir jeden Tag, wie es steht um unsere Welt.
Ein Unglück jagt das andere, um uns ist es nicht gut bestellt.
Wir sitzen auf einem dünnen Ast, es ist schon halber Drei,
und wenn die Welt mal untergeht, dann sind wir live dabei…

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s