Der Hund des Bildhauers

Die Geschichte, die ich euch heute erzählen will, begab sich vor vielen Jahren in Italien, am südlichen Rand der Alpen. Dort lebte in einem kleinen Haus am Waldesrand der Bildhauer Renato. Er schuf Figuren aus Holz und Stein. Das Holz holte er aus dem Wald, der das Haus umgab, die Marmorblöcke ließ er aus einem nahen Steinbruch herbeischaffen. Im Schatten dar Bäume seines Gartens bearbeitete er dann die Stämme und Quadern mit Hammer und Meißel. Schicht um Schicht schälte er aus den rohen Blöcken die Form heraus, die er ihnen zugedacht hatte.

Unter seinen geschickten Händen entstanden so Madonnen und Heilige, Löwen und Pferde, Wassernymphen und Kobolde.

Er gestaltete seine Figuren so naturgetreu und formvollendet, daß jeder Betrachter das Pulsieren des Herzens in ihnen zu verspüren glaubte.

Renato aber wußte ganz genau: So sehr er sich auch anstrengen mochte, es würde ihm nie gelingen, Holz oder Stein zu wahrem Leben zu erwecken. Er empfand Bedauern bei diesem Gedanken, denn er lebte ganz allein in seinem Haus und sehnte sich oft nach Gesellschaft aus Fleisch und Blut.

Besonders zu einem Menschen fühlte er sich hingezogen: Zu Lucia, die im Kramerladen des nahegelegenen Dorfes arbeitete. Dort kaufte er nicht nur die Lebensmittel, sondern auch alles andere, was er zum Dasein benötigte. So kamen die Beiden des Öfteren ins Gespräch und Renato merkte sehr wohl, daß Lucia ihm sehr zugetan war, doch wagte er es nie, von seiner Zuneigung. zu ihr zu sprechen oder sie gar um eine Verabredung zu bitten. Oft dachte er bei sich: Wäre ich doch mit meiner Zunge auch so geschickt wie mit meinen Händen, vieles wäre wohl leichter für mich. Es half nichts, er konnte nicht aus seiner Haut. Er biß sich auf die Lippen, schwieg……….. und blieb weiter allein.

Eines schönen Wintertages schulterte er seine Axt und machte sich auf den Weg in den Wald. Der Pfarrer hatte ihm aufgetragen, für die Dorfkirche eine Statue des heiligen Franz von Assisi zu schnitzen. Den geeigneten Lindenbaum hatte er bereits ausgewählt und auch schon mit dem Waldbesitzer gesprochen. Heute wollte er den Stamm eigenhändig fällen, da er glaubte, daß ihm dies Glück brächte.

Wie immer bei einer solchen Unternehmung war er sehr aufgeregt, heute jedoch meinte er, ein ganz besonderes Fieber in sich zu spüren. Kaum konnte er es erwarten, die Späne fliegen zu sehen und den herben Geruch des frischen Holzes in der Nase zu spüren. Der Schnee knirschte unter seinen Tritten. Plötzlich stutze er und hob lauschend den Kopf. Aus der Richtung seines Ziels drangen ein drohendes Knurren und gleichzeitig ein wütendes, helles Bellen an sein Ohr. Renato umfaßte den Griff seines Beils fester und beschleunigte seine Schritte. Er erreichte den Ort des Geschehens und unwillkürlich stockte ihm der Atem. An der An der Linde war mit einer Leine ein kleiner, laut kläffender Hund angebunden. Er befand sich in höchster Aufregung, denn, mehrere Wölfe hatten ihn eingekreist und näherten sich nun ihrem Opfer. Ihre Absicht war eindeutig. Offensichtlich war es dem kleinen tapferen Kerl bisher gelungen, die hungrige Meute durch sein beherztes Auftreten auf Distanz zu halten, doch nun schienen sie erkannt zu haben, daß ihnen von diesem Hündchen keine ernsthafte Gefahr drohte.

Gerade als sie sich auf ihre Beute stürzen wollten. tauchte Renato als Retter in der Not auf. Wie ein Berserker wütete er unter den Raubtieren und erschlug drei von ihnen mit seiner scharfen Axt. Auch den übrigen hätte er wohl das Lebens1icht ausgeblasen, wären sie nicht in wilder Flucht auf und davon. „Das habt ihr euch wohl einfacher vorgestellt? Feige Bastarde!“ rief er ihnen hinterher und näherte sich dann dem Hund, der sich immer noch nicht beruhigt hatte. „Na, mein Kleiner, was machst du denn hier so ganz mutterseelenallein?“
Er löste das Seil und nahm das zitternde Fellbündel auf seinen Arm. Das kleine Herz klopfte wie wild. „Hab keine Angst mehr, es ist ja alles vorbei.“ Beruhigend streichelte er das wuschelige Knäuel.

Dann suchte er die Umgebung nach dem Hundebesitzer ab und nahm sich vor, ihm gehörig die Meinung zu sagen. doch weit und breit war niemand zu entdecken Also entschloß er sich, den kleinen Findelhund mit zu sich nach Hause zu nehmen und für ihn zu sorgen. „Du bist ja noch ein Kind, ein kleines Würmchen. Bachino , so will ich dich nennen. Komm, wir gehen nach Hause, die Linde kann warten“.

Von nun an war Renato nicht mehr allein, Bachino folgte ihm, auf Schritt und Tritt. Bei der Arbeit lag er zu den Füßen seines Herrn und war nicht von der Stelle zu bewegen, mochten ihm die Marmorbrocken auch noch, so bedrohlich um die Ohren fliegen. Des Nachts konnte Renato nun beruhigt schlafen, im sicheren Bewußtsein, daß Bachino vor der Tür lag und das Haus bewachte. Jeden Morgen begleitete sein neuer Freund ihn zum Einkaufen und trug dabei den Korb in seinem Maul.

Nur eines beunruhigte Renato: Daß aus seinem kleinen Würmcheo ein immer größerer Wurm wurde mit den Pranken eines Löwen und dem Körper eines Kalbes. „Bachino, Bachino, du wirst mir noch einmal die Haare vom Kopf fressen.“ Er tastete nach seiner gelichteten, Lockenpracht. „Die wenigen, die mir noch geblieben sind.“

Eines Morgens sah sich Renato gezwungen, zu Hause zu bleiben. Eine schwere Steinplatte war ihm auf den Fuß gefallen und er vermochte nur mit Mühen und unter Schmerzen zu gehen, Also schickte er seinen treuen Hund mit einem Einkaufszettel und dem Korb allein zu Lucia. Bald kam Bachino mit dem prall gefüllten Korb in der Schnauze wieder zurück. In diesem befanden sich nicht nur die bestellten Waren, nein, obenauf lag auch eine dicke Wurst, an die mit einer rosa Schleife ein Brieflein gebunden war, das nach Veilchen duftete. „Bachino, komm her! Wir teilen gerecht.“ Renato reichte Bachino die Wurst und nahm den Brief an sich. Hastig öffnete er ihn und las ganz aufgeregt:

Lieber Renato! Dein Missgeschick mit dem Fuß tut mir leid: was hältst Du davon, wenn ich einmal zu Dir komme und nach dem Rechten sehe? Dann könnte ich mir endlich einmal Deine Werke anschauen und ungestört mit Dir reden.
Gute Besserung
Lucia

Renato las den Brief gleich noch einmal, dann überlegte er lange. Schließlich humpelte er in den Garten hinaus und pflückte von seinem Rosenstrauch einem großen Strauß. Rasch schrieb er noch einige Zeilen dazu und legte sie zusammen mit den Rosen in den Korb. „Schnell, Bachino, mein Bester, lauf noch einmal zu Lucia!“ Der schnappte sich den Korb und trabte davon. Renato sah ihm lange nach, dann setzte er sich in seinen Sessel und lehnte sich entspannt zurück. Er dachte an Lucia und lächelte: „Guter Bachino.“

Schon drei Monate später läuteten die Hochzeitsglocken und Bachino nahm nun auch Lucia unter seine Fittiche. Es dauerte nicht lange und lustiges Kinderlachen schallte durch das Haus. Bachino wachte treusorgend über Maria und Paolo, seinen neuen Spielgefährten und sie hingen voller Liebe an ihrem Beschützer. Willig ließ er sich vor einen Wagen spannen, den der Vater für sie gezimmert hatte und zog seine beiden Schützlinge durch die Landschaft. Sie konnten gar nicht genug davon bekommen, vor allem liebten sie es, wenn er sie im Winter auf Kufen durch die weiße Wunderlandschaft schleppte. Er war ihr ein und alles, sie dachten nie daran, ihn je wieder herzugeben.

Wieder zog ein neuer Frühling ins Land. Renate hatte soeben eine Madonna vollendet, ein echtes Meisterwerk. Schnell sprach sich die Kunde vor der Vollkommenheit ihrer Formen und der Tiefe ihres Ausdrucks herum. Viele Leute kamen herbei, um sie zu betrachten und so mancher hätte sie wohl gar zu gerne besessen. Ihr Anblick hatte auch die Besitzgier des unersättlichen Conte Marrano geweckt. Er bot alle seine Überredungskünste auf, um Renato zum Verkauf der Madonna zu bewegen, doch der dachte nicht im Traum daran, sich von ihr zu trennen. Sie glich seiner Lucia aufs Haar und er brachte es nicht übers Herz, sie zu verkaufen. Als der Conte wohl oder übel einsehen mußte, daß er Renate nicht dazu bringen konnte, das Kunstwerk aus der Hand zu geben, da faßte er den Entschluß, die Madonna heimlich rauben zu lassen. Er heuerte zwei Helfer an, die diese Arbeit für ihn erledigen sollten. „Seid aber vorsichtig! Der Hund des Bildhauers ist gefährlich, mit dem ist nicht zu spaßen“. Die beiden Galgenvögel aber verzogen nur spöttisch den Mund und Carlo, der ältere von ihnen, sagte: „Keine Sorge. Mit dem werden wir schon fertig. Wir haben da so unsere Methoden.“

Am nächsten Tag legten sie in einem unbeobachteten Augenblick ein großes. saftiges Stuck Fleisch vor die Hütte Bachinos und warteten in einem Versteck den Verlauf der Dinge ab. Bald tauchte Bachino auf, schnupperte kurz an dem verführerischen Happen und verschlang ihn dann in wenigen Bissen. „Na also, er hat nicht gemerkt, daß der Köder vergiftet war. Sein Schicksal ist besiegelt. Heute Nacht haben wir freie Bahn.“

Die Dämmerung brach herein. Sie warteten ab, bis sie sicher waren, daß alle Hausbewohner schliefen, dann schlichen sie herbei in der Absicht, heimlich einzudringen und die Figur zu rauben. Sie standen schon vor der Tür, da ertönte aus Bachinos Hütte ein unheimliches Grollen.

Entsetzen packte sie: „Verdammt, er lebt noch!“. Sie hatten nicht mit der Widerstandsfähigkeit des Hundekolosses gerechnet. Er war wohl geschwächt vom Gift, doch nicht tot. Wie eine reißende Bestie stürzte er sich mit gefletschten Zähnen auf die beiden Eindringlinge. Den einen hatte er schon beim Schlafittchen gepackt da fiel der Blick des anderen auf eine schwere Stahlstange, die im bleichen Mondlicht schimmerte. Renato benutzte sie, um daraus Meißeln zu schmieden. Der Räuber packte sie, die Todesangst verlieh ihm Riesenkräfte, hoch hob er sie empor und ließ sie mit tödlicher Wucht auf Bachino niedersausen. Mit zerschmettertem Schädel sank er zu Boden, während die Diebe ihr Heil in der Flucht suchten. Drinnen im Haus wurde es hell. Renatos Stimme war zu hören „Bachino! Was ist los?“ Bachino horchte auf. Noch war Leben in ihm. Vor seinen Augen tanzten blutige Schleier. Mit letzter Kraft rappelte er sich noch einmal auf und versuchte, zur Türe zu kriechen, seinem Herrn entgegen.

Als Renato wenig später aus dem Haus stürmte, fand er Bachino tot vor der Türschwelle. Tränen der Wut und des Schmerzes schossen ihm in die Augen, als er erkennen mußte, was geschehen war. Zornerfüllt ballte er die Faust und schrie in die Nacht hinaus: „Wer auch immer das getan hat, verflucht soll er sein!“

Tags darauf begrub er den treuen Bachino im Garten. neben dem Rosenstrauch. Als er seine schmerzliche Aufgabe erfüllt hatte, fiel sein Blick auf einen großen Block aus gelbem Kalkstein, der im Garten stand. Ein reicher Kaufmann hatte ihm den Auftrag erteilt, daraus einen Löwen für die Pforte seiner Villa zu meißeln, Renato maß den gewaltigen Brocken mit seinen Augen und wußte augenblicklich, was er zu tun hatte. Sofort nahm er die Arbeit auf. Unter den wuchtigen Schlägen seines schweren Hammers sprengte der spitze Meißel gewaltige Stücke aus dem Stein. Nach allen Seiten sprangen sie davon und prasselten auf den Boden wie ein dichter Hagelschauer. Renato arbeitete ohne Unterlaß, er sprach kein Wort, nur das Singen des Eisens war zu hören Er nahm sich nicht die Zeit, um zu essen oder zu schlafen. Unermüdlich trieb er den Meißel in den Stein.

Schon bald konnte er dazu übergehen, mit schlanken, zierlichen Werkzeugen die Feinarbeit in Angriff zu nehmen. Sorgfältig vollendete er sein Werk mit kleinen, gebogenen Raspeln und Sandpapier. Schließlich trat er einige Schritte zurück und begutachtete zufrieden seine Arbeit. Er ging ins Haus und rief nach seiner Familie. „Hallo! Bachino ist wieder da!“ Lucia und die Kinder kamen herbeigeeilt und sahen mit eigenen Augen, daß er die Wahrheit gesprochen hatte: Ihr Liebling saß vor dem Haus an seinem Stammplatz, gerade so, als sei, er nie fort gewesen. Renato fühlte die Freude in den Augen Lucias und er genoß den Jubel der Kinder. „So, und jetzt bin ich müde. Er legte sich zu Bett und schlief zwei volle Tage lang.

Danach nahm das Leben wieder seinen gewohnten Gang: Die Familie hauste zufrieden in ihrem Heim und Bachino wachte über sie.
Noch immer aber besaß Renato die herrliche Madonna und heißer denn je begehrte sie der Conte Marrano. Er hatte vom Tode Bachinos erfahren und glaubte, nun leichtes Spiel zu haben. Ein zweites Mal schickte er seine gedungenen Räuber aus. Zunächst waren sie von ihrem Auftrag nicht sonderlich angetan, doch er versicherte ihnen, daß von dem riesigen Hund keine Gefahr mehr drohe und versprach obendrein eine fürstliche Summe Goldes, da konnten sie nicht widerstehen.

Noch in derselben Nacht brachen sie zu Renatos Haus auf, beide bewaffnet mit schweren Knüppeln, die Erfahrung hatte sie vorsichtig werden lassen. Sie zögerten, bevor sie in den Garten traten: „Bist du sicher, Carlo, daß der Hund auch wirklich tot ist? Ich möchte ihm nicht noch einmal begegnen.“

Völlig sicher, Giovanni, Du hast doch gehört, was der Conte gesagt hat. Der Hund ist hinüber, nur sein steinernes Ebenbild befindet sich im Garten. Schau, dort vorne steht es ja.“ Der Mond warf sein mildes Licht auf Bachinos Statue.
„Mir ist nicht wohl bei der Sache. Da! Carlo! Der Hund hat sich bewegt!“
„Unsinn, er ist doch aus Stein.“
„Carlo, ich sage dir, er hat sich bewegt.“
„Mach dich nicht lächerlich, Giovanni! Sich her!“ Carlo hob seinen Stock und versetzte der Skulptur mit aller Kraft einen Schlag auf den Kopf. Ein dumpfes Krachen ertönte. Von Bachinos Nase brach ein Splitter ab und fiel ins Gras.
„Na Giovanni, bist du jetzt zufrieden?“
„Du hast recht, Carlo, er ist wirklich aus Stein. Laß uns jetzt ans Werk gehen und dann schnell fort.“

Sie machten sich daran, die Tür zu Renatos Werkstatt aufzubrechen. Plötzlich hörten sie hinter sich ein unheilvolles Knurren. Kalte Schauer jagten ihnen über den Rücken. Erschreckt wandten sie sich um und das Blut gefror in ihren Adern zu Eis. Zwei fürchterliche, blutrote Augen leuchteten in der Dunkelheit auf. Angstschlotternd ließen sie alles stehen und liegen und gaben Fersengeld.
Die roten Augen folgten ihnen.

Am nächsten Tag wurden zwei Männer tot in der tiefen Waldschlucht gefunden. Am Rande des Abgrundes vermischten sich ihre Fußspuren mit denen eines riesenhaften Hundes, die zum Palazzo des Conte Marrano führten. Dort entdeckten Diener ihren Herrn leblos im Bett, eine Hand am Herzen, die Augen in ungläubigem Entsetzen weit aufgerissen. Sämtliche Zugänge zu seinem Schlafgemach waren brutal aufgebrochen worden, doch die einzigen Spuren waren die lehmigen Abdrücke von rieseigen Hundepfoten. Eine kurze Strecke ließen sie sich noch verfolgen, doch dann verloren sie sich im Staub der Straße.

Niemand vermochte das Rätsel um die Vorgänge jener Nacht zu lösen, nur Renato konnte sich einen Reim auf die Sache machen. Am Morgen danach hatte er im Gras des Gartens die Knüppel der beiden Räuber und den Splitter von Bachinos Schnauze gefunden, vor allem aber hatte er die tiefen Hundespuren gesehen, die in den Wald führten.
„Wo mag er jetzt wohl sein?“ Oft wünschte er, Bachino möge doch zurückkehren, doch er sollte ihn nie wieder sehen.

Viele Jahre später fühlte Renato nach einem langen, erfüllten Leben sein Ende nahen. Er nahm Lucia bei der Hand: „Wenn es soweit ist, begrabt mich im Garten neben Bachino. Ich möchte ihm nahe sein, denn ich habe ihm viel zu verdanken. Lucia wollte etwas sagen, doch dann nickte sie nur stumm. Sie sahen sich an und wußten sofort, daß sie an dasselbe dachten: An den starken Bachino mit dem Korb, an die große Wurst und das Brieflein mit der Schleife, das nach Veilchen geduftet hatte. Renato zog Lucia an sich und drückte sie noch einmal, als wäre es das letzte Mal.

Es war das letzte Mal. Am nächsten Morgen erwachte Renato nicht mehr aus seinem Schlaf. Mit einem seligen Lächeln auf den Lippen war er in die andere Welt hinübergegangen.
Lucia erfüllte Renatos Wunsch und so fand er seine letzte Ruhe an der Seite Bachinos, neben dem Rosenstrauch.
Als Lucia anderntags in den Garten trat, um nach der Ruhestätte ihres Mannes zu sehen, da glaubte sie zu träumen: Mitten auf dem frischen Grab stand der steinerne Bachino. Er war zurückgekehrt, um den letzten Schlaf seines Herrn zu bewachen.
Lucia trat zu ihm und strich ihm sanft über die malträtierte Schnauze. „Willkommen daheim, caro Bachino.“

Diesmal blieb er für immer.

ENDE

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